Ursprüngliche Standorte

Die Panzergrenadierbrigade 16 war in ihren Anfangsjahren im hohen Norden Schleswig-Holsteins disloziert. Mit Änderung der NATO-Strategie erfolgte zwischen 1963 und 1972 die Verlegung der kompletten Brigade aus den ursprünglichen Standorten Schleswig (Auf der Freiheit), Husum (Julius-Leber-Kaserne und Fliegerhorst-Kaserne) sowie Flensburg (Briesen-Kaserne) nach Wentorf (Bismarck- und Bose-Bergmann-Kaserne) sowie Lanken (Sachsenwald-Kaserne).

Nachfolgend werden die Ursprungsstandorte daher kurz dargestellt.

Briesen Kaserne (Flensburg)

Die Briesen-Kaserne wurde 1957/58 erbaut. Im April zogen die ersten Truppenteile der damaligen Kampfgruppe A6 in die fast fertiggestellte Kasernenanlage ein. Das Vorkommando traf bereits am 14.03.1958 ein. Die Kasernenanlage war für zwei Bataillone und einige selbständige Einheiten ausgelegt. Im Laufe der Jahre wurde die Kaserne erweitert, so dass insgesamt folgende Verbände und Einheiten bis zum 31.03.1970 untergebracht wurden:

 

  • Stab u. StKp/PzGrenBrig 16
  • Panzergrenadierbataillon 163
  • Panzerbataillon 164
  • Versorgungsbataillon 166
  • Panzerpionierkompanie 160
  • Ausbildungskompanie 5/6 ( bis mind. 1967 Ausbildungskompanie 14/6 )


Den Namen Briesen-Kaserne erhielt die Truppenunterkunft am 30. Oktober 1964. Der Namensträger war General der Infanterie Kurt von Briesen. Er fiel als Kommandierender General des 111. Armeekorps am 20.11.1941 in Russland.

Nach dem Auszug der Panzergrenadierbrigade 16 wurde die Kaserne bis zu ihrer Schließung im Jahre 1997 von verschiedenen weiteren Einheiten belegt. Dazu zählten sowohl Verbände der Heimatschutzbrigade 51, als auch eine amerikanische Einheit (75th Artillery Rgt.), die für die Bewachung des nahe gelegenen Sonderwaffenlagers (SAS) MEYN zuständig war in Zusammenarbeit mit den deutschen Soldaten. Vor der endgültigen Schließung der Kaserne verabschiedeten sich die letzten Soldaten des Jägerbataillons 512 mit einem Tag der offenen Tür am 6.9.1996 noch einmal von der Bevölkerung.

Die Kaserne ist heute zur Gartenstadt umgebaut worden. Viele ehemalige Unterkunftsgebäude wurden in Mehrfamilien und Reihenhäusern umgebaut. Auch die Straßenführung hat man von der Kaserne übernommen. Die nördlich angrenzenden Standortübungsplätze sind heute Naturschutzgebiet, nach dem auch hier 1999 die Nutzung beendet wurde.

Julius-Leber-Kaserne (Husum)

Die Kaserne entstand auf einem ehemaligen Luftstützpunkt der Luftwaffe, der 1937 angelegt wurde und im Zweiten Weltkrieg für Angriffe nach Skandinavien oder Nachtjäger diente. Nach dem Krieg wurden die meisten Anlagen von den Briten abgerissen.

Erst 1957 begann die junge Bundeswehr mit dem Bau einer Kaserne auf dem Gelände. Richtfest war am 16. Mai 1958 und die Kaserne wurde am 1. März 1959 von fünf Kompanien des Panzergrenadierbataillons 162 bezogen. Den Namen Julius Leber erhielt die Kaserne am 20. Juli 1961.

Ab Juni 1963 wurden der Stab und die 2. Gruppe des Luftwaffenversorgungsregiment 7 in die Kaserne verlegt. Mitte 1964 nahm die Flugbereichszentrale 4 (Eider Control) ihren Betrieb auf. Die Truppenfahne erhielt der Verband im Dante-Stadion in München durch Verteidigungsminister Kai-Uwe von Hassel am 24. April 1965. Am 1. September 1976 richtete man eine Ausbildungsstätte für Fluggerätmechaniker, Kommunikationselektroniker und Kraftfahrzeugmechaniker in Halle 36 der Kaserne ein.

Im Zuge der Luftwaffenstruktur 4 wird das Luftwaffenversorgungsregiment 7 in das Luftwaffenversorgungsbataillon 7 umgewandelt und untersteht dem Luftwaffenversorgungsregiment 5 in Trollenhagen. Zwischen 2001 und 2003 nehmen Einheiten am Friedenseinsatz im ehemaligen Jugoslawien teil. Am 23. August 2003 wird das Luftwaffenversorgungsbataillon 7 aufgelöst. Ein Großteil der Soldaten wird in das Spezialpionierbataillon 164 überführt, welches bis heute dort stationiert ist.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Julius-Leber-Kaserne_(Husum)

Kaserne Auf der Freiheit (Schleswig)

Die Kaserne wurde nach dem Krieg von britischen Truppen besetzt und in Caterham Barracks umbenannt. Überwiegend nutzten Norwegische Einheiten die Kaserne bis 1953, die anschließend drei Jahre leer stand. Ab 1956 belegte die Bundeswehr die Kaserne mit Truppen verschiedener Gattungen wie der Panzergrenadierkompanie 13 oder der Leichten-Pionier-Geräte-Kompanie 761.

Im Juni 1956 wurde auch die Standortverwaltung dort eingerichtet. Im Herbst 1957 fanden hier die Manöver „Südwind“ und „Nordwind“ statt, wobei die Pioniere in 24 Stunden eine Pontonbrücke über die Schlei bauten. Ab 1958 wurde das Schweres Pionierbataillon 718 (sPiBtl 718) von Köln in die Kaserne verlegt und 1971 in schweres Pionierbataillon 620 (sPiBtl 620) umbenannt.

Im Jahre 1962 wurde hier das Feldartilleriebataillon 165 aufgestellt, das später dann das Panzerartilleriebataillon 165 wurde. Mit dem Verlegungsbefehl vom 3. Mai 1972 heißt es, die Zelte in Schleswig abzubrechen. Der Kommandeur der Panzergrenadierbrigade 16, Oberst Bruhn, ist anwesend, als sich das Bataillon bei einem Empfang von den Spitzen der anderen Truppenteile, der Behörden und Organisationen offiziell von der »Freiheit« verabschiedet. Oberst Bruhn verschwieg freilich nicht seine Genugtuung darüber, dass er in Wentorf nun auch die »dicksten Brocken« in Form der Schleswiger Artillerie bei sich habe. Am 13. November gegen 19.00 Uhr sind zum letzten Male Kettengeräusche des Bataillons in den Straßen Schleswigs zu hören. Beim Ausmarsch aus der Schleistadt wird das Bataillon vom Standortältesten, Oberstleutnant Läpple, aus dem Standort entlassen. 

 

Während der Schneekatastrophe 1978/79 leistete die Einheit erhebliche Hilfe. Im Jahr 2000 wurde vom BmVg beschlossen die Kaserne zu schließen. Die seit 1981 in Pionierbataillon 620 umbenannte Einheit zog zum 30. September 2003 nach Husum ab und die Kaserne wurde aufgegeben.

teilweise Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kaserne_Auf_der_Freiheit