Über 80 Luchse „wildern“ im Revier der Alten 16

von sku (Kommentare: 1)

Ein Gastbeitrag der RAG Wettkampf

Schwarzenbek und Umgebung: Als im Mai 1994 die Panzergrenadierbrigade 16 „Herzogtum Lauenburg“ außer Dienst gestellt wurde, kehrte Ruhe in den Landkreis ein. Die Kasernen in Wentorf und Elmenhorst-Lanken wurden aufgelöst und neu bebaut, die Standortschießanlage Hohenhorn der zivilen Nutzung überlassen.


Deshalb staunten die Beschäftigten des Gewerbeparks Lanken wahrscheinlich auch nicht schlecht, als an einem kalten Januarmorgen auf einmal wieder olivgrüne Fahrzeuge und Soldatinnen und Soldaten in Flecktarn das Erscheinungsbild der ehemaligen Sachsenwald-Kaserne bereicherten und den letzten verbliebenen Kompanieblock auf dem Gelände zum Leben erweckten.

Was zunächst nur mit einigen wenigen Unterstützungskräften begann, wuchs im Laufe des Tages bis Kompaniestärke auf. Mit Einsetzen der Dunkelheit ertönte der Startschuss für die Winterübung „LUCHS“. Nach Einweisung in Lage und Auftrag wurden 16 Mannschaften, Reservisten und aktive Soldaten aus Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen durch den Leitenden der Übung, Major d. R. Ralf Jettke in Marsch gesetzt. Von verschiedenen Punkten im Raum Hohenhorn/Gülzow/Schwarzenbek wurden die Teilnehmer in die Nacht geschickt.
Dort wartete bereits Leutnant Christopher Koch und sein Schießausbildungszug C der Helmut-Schmidt-Universität mit Fahrzeugen und nachtkampffähigen Feindkommandos.

 


Auftrag der jeweiligen Teams war es, sich unter ständiger Bedrohung durch die feindlichen Kräfte über eine Gesamtstrecke von 25-30 km bei eisigen Temperaturen, in einer Maximalzeit von 10 Stunden in die befreundete „Republik Elmenhorst“ durchzuschlagen.


Dabei galt es zudem, Fähigkeiten wie den Umgang mit dem Nachtsichtgerät „LUCIE“, das zielsichere Werfen von Handgranaten, das Schleiern und Authentisieren sowie das drillmäßige Zerlegen und Zusammensetzen von Handwaffen unter Beweis zu stellen. Hierbei waren die Pistole P1 und das Gewehr G3 eine kleine Überraschung für die meist jungen Teilnehmer und trieben diesen zusätzliche Schweißperlen auf die Stirn, da sie diese Waffen meist nur noch aus Erzählungen kannten.


Als nach Sonnenaufgang auch die letzten Teams die ehemalige Sachsenwald-Kaserne erreichten, wurde klar, dass der „Testballon LUCHS“ nicht geplatzt war. Erschöpft aber zufrieden verlegten die Teilnehmer zurück nach Hamburg, wo dann am Abend die Siegerehrung durch den Leitenden sowie den Stabsoffizier für Reservistenangelegenheiten beim Landeskommando Hamburg, Oberstleutnant Andreas Strobach und den Landesvorsitzenden des Reservistenverbandes Landesgruppe Hamburg, Oberstleutnant d. R. Oliver Tenbergen, durchgeführt wurde.
Es siegte das Team des gerade frisch aus Mali zurückgekehrten Major d. R. Christian Neunzig mit seinem „Buddy“, dem Hauptgefreiten d. R. Mathias Wieting (RAG Wettkampf Hamburg).


Platz 2 ging an den Leutnant Steven Müller und den Fahnenjunker Alexander Muckermann von der Kameradschaft Grenadiere der Helmut-Schmidt-Universität und Platz 3 an die Schleswig-Holsteiner, Hauptmann d. R. Claas Sanner und den Hauptfeldwebel d. R. Philipp Kontze.


Abschließend dankte Oberstleutnant Strobach noch dem langjährigen Leiter der RAG Wettkampf Hamburg, Oberstleutnant d. R. Oliver Jonas, für seine großen Verdienste in der Hamburger Reservistenarbeit und stellte fest: „Dass das Modell LUCHS ein attraktives und bissiges Format mit Perspektive für weitere Wiederholungen darstellt“.
Ein Lob, welches es spätestens im Jahre 2018 zu bestätigen gilt.

Ein Gastbeitrag der RAG Wettkampf - Fw d.R. Bethge

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Kommentar von Karsten Aries |

Die Kameraden sin dSchuld das mein Ruf als Bestinformierter BW "Experte hier nachhaltig Litt.
Ich wohne hier in der Rülau hier am Rande von Schwarztenbek.

Den Nachmittag danach ging ich wie üblich rüber zu Schwager und Schwesterherz.

Hast du das heute morgen Gehört?
Was Gehört?

Na das Schiessen.So um 7 uhrRumm.Oscar (Hund ) ist voll Ausgeflippt.Das waren bestimmt irgendwelcxhe die Böllerten.
Nee das war Rytmisches Schiessen wie bei einen MG oder sowas.Bundeswehr?

Hier in der BW freien Zone quasy? Das hätte ich Mitbekommen.

Micha hat sich heute morgen schon beim Brötchenholen mit Leuten unterhalten.Die haben das auch Gehört und fragen sich Was das war.Halb Schwarzenbek stand Senkrecht in den Betten.Bis zu Terroristen wurde Spekuliert.Das wäre doch schon im TV.

Du bist doch so ein BW Freak und bei Facebook auch in Gruppen Aktiv..
Ja ich guck mich mal um.Seite der Bundeswehr.Nix.Die Bundeswehr in Schleswig -Holstein.Nix.
Die Gruppe Panzergrenadiere.Nix.
Auf die Idee auf die Seite Die Bundeswehr in Hamburg oder Hierher zu gucken kam ich nicht.Hätte ich mal.
2 Wochen Später auf der Regionalseite für die Bundeswehr in Hamburg.Da stand ein Bericht und Fotos.Eins dabeo wo 2 Soldaten über einer Karte gebeugt sind.Paar Kilometer von uns entfernt.Nord nordöstlich von Schwarzenbek.Daher kam das Schiesen und Leuchten von Leucht Raketen.Ich hab Geschlafen und wenn ich Schlaf hör ich Nix.
Hätte ich das Gewusst wäre ich rein Zufällig dann mal nach Lanken gefahren.
Ich habe gehört das ehemalige Kompaniegebäude soll vor Freude Geweint haben..-))

LG karsten