Auflösungsappell für die Heeresflugabwehrtruppe in Todendorf

von sku (Kommentare: 0)

Bereits am Sonntag, den 11. März hatten sich zahlreiche Kameraden, Wegbegleiter und Ehemalige in LÜTJENBURG im dortigen Soldatenheim getroffen, um die vergangen Jahrzehnte noch einmal Revue passieren zu lassen.  Den Auftakt lieferte dazu der General der HFlaTr, Oberst Kuhlen mit einer kurzen Ansprache. Der Präsident der Gemeinschaft der Heeresflugabwehrtruppe, BG  a. D. Beitzel betonte in seiner Ansprache den Willen, auch im Rahmen der Traditionspflege mit den Kameraden der Luftwaffe intensiv zusammen arbeiten zu wollen.

Die Teilnehmer hatten an diesem Tage noch einmal die Chance, Großgerät der HFlaTr in der SCHILL-KASERNE zu besichtigen, wie bspw. den TPz FUCHS, FENNEK, LEOPARD 2 A6, SPz Marder und natürlich den letzten derzeit verbliebenen FlaPz GEPARD der alten 4./L6. Auch ein LÜR war im T-Bereich der Kaserne aufgebaut worden. Zahlreiche aktive Soldaten lieferten den Besuchern auf nahezu alle Fragen detaillierte Antworten.

Außerdem bestand noch die Möglichkeit zu Besichtigung mit direktem Ausprobieren des Simulators für den Gepard. In den Kabinen wurde den Besuchern ein Szenario zu Bekämpfung eines Flugzeuges eingespielt, wo durchaus auch einem Laien die Leistungsfähigkeit des Gepards deutlich wurde.

Den Abschluss am Abend bildete ein gemeinsames Abendessen mit Grillgut, Getränken und vielen netten Gesprächen bei Musik.

Schon früh am nächsten Morgen begann gegen 8 Uhr auf dem Truppenübungsplatz Todendorf die Niederlegung von Steinen am neuen Ehrenmal der Heeresflugabwehrtruppe bei Gebäude 12. Dort stehen neben einigen Sockelfahrzeugen auch Gedenksteine Schleswig-Holsteinischer FlaVerbänden, die bereits aufgelöst worden sind. Das Ehrenmal hat die Form des Wappens der Heeresflugabwehrschule. Auf bereits gelegten Steinen konnte jeder das Puzzle der Symbolik des Bogenschützen vervollständigen und einen kurzen Spruch oder Kommentar auf den Steinen hinterlegen, um bspw. an seine Dienstzeit bei der HFla zu erinnern.

Der anschließende Appell auf der Schießbahn A war von gutem Wetter begleitet. Den Anfang machten die neusten Fahrzeuge der Luftwaffe, die Ozelot-Panzer. Diese wurden den Gästen im kurzen Rahmen vorgeführt. Daraufhin tauschten die Fahrzeugbestatzungen zu 50 Prozent ihre Kopfbedeckungen; das korallrote Barett wurde gegen die Mütze der Luftwaffe eingetauscht. Mit dieser symbolischen Geste sollte verdeutlicht werden, dass die HFlaTr nun in der Luftwaffe aufgeht.

Es folgte der Einmarsch der Truppenfahnen von den bislang noch aktiven Verbände der Heeresflugabwehrtruppe, u.a. dem HFlaLRgt 6 aus LÜTJENBURG. Dann folgten das Marinemusikkorps Ostsee und die Truppenfahnen aller jemals bestehender und nun schon aufgelöster Verbände der Truppengattung.

Nach Einnahme der Positionen folgte das Abschreiten der Front vom General der Heeresflugabwehrtruppe, O. Kuhlen, GenInsp des Heeres, Generalleutnant Freers und dem GenInsp der Luftwaffe, Generalleutnant  Kreuzinger-Janik. In allen Ansprachen wurde deutlich von den Rednern deutlich gemacht, dass das Ende der Heeresflugabwehr im Heer gleichzeitig auch der Neubeginn der Flugabwehr in der Luftwaffe bedeutet und viele Kameraden –nach einem emotionalen Uniformwechsel- eine neue Heimat in der Luftwaffe gefunden hätten. Die Luftwaffe bildet nun das komplette Spektrum der Luftverteidigung ab.

Ein letzter Überflug der Zieldarstellungsflugzeuge (Learjet und zwei Pilatus) bildete das Ende des Appelles.

Das Team von panzergrenadierbrigade16.de bedankt sich für die nette Aufnahme und Betreuung an beiden Tagen bei den entsprechenden Kameraden vor Ort, besonders auch beim PIZ Heer und dem AusbZ MUNSTER für die Zusammenarbeit und die gebotenen Möglichkeiten.

Bilder der Veranstaltung finden sich im Fotoalbum.

2012-03-11 - Treffen HFlaTr in Lütjenburg

Link: Hier

2012-03-12 - Auflösung HFlaTr in Todendorf

Link: Hier

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