Ausfahrt des Traditionsverbandes nach Putlos

von sku (Kommentare: 0)

Vielen ehemaligen Kameraden ist der Truppenübungsplatz nicht immer im positiven Sinne in Erinnerung geblieben. Oft genug standen sie mit ihren Panzern bei Minustemperaturen auf der Panzerplatte, um Flugabwehrschießen und die Bekämpfung von Luftzielen durchzuführen. Im Rahmen der Transformation der Bundeswehr hat sich jedoch das Aufgabenspektrum des Truppenübungsplatzes geändert. Anstatt großer Panzerverbände, die die Weite der Ostsee als Zielgebiet nutzen, steht auch heute der Auslandseinsatz im Fokus des täglichen Lebens auf Putlos.

Doch bevor das Tagesprogramm begann, konnten sich die Kameraden bei einem ausgiebigen Frühstück im Casino in der Wagrien Kaserne stärken. Im Anschluss daran stellte der stellvertretende Kommandeur des Truppenübungsplatzes, Herr Oberstleutnant Kwaterski die Besonderheiten des Geländes und das Aufgabenspektrum der 2006 zusammengelegten Übungsplätze Todendorf und Putlos in einem Vortrag dar. Im Anschluss an die Präsentation verlegte der Verband in Begleitung von Hauptmann Sommer und Oberstabsfeldwebel Rübenstahl in Richtung des Weißenhäuserstrandes. Zuvor am Tor der Kaserne wurde ein Einblick in ein kleines Feldlager, das dort derzeit errichtet wird, gegeben. Beeindruckend für die Besucher war der vorherrschende Standard. So hingen im Verpflegungszelt Kronleuchter und selbst eine Geschirrspülmaschine war vorhanden. Wasser in der Anlage muss den strengen deutschen Richtlinien genügen. Interessiert wurde auch die Möglichkeit aufgenommen, in mehrere gestapelte Wohncontainer hineinzuschauen, wie sie auch in den Einsatzländern genutzt werden. Die Vorstellung hier mit drei Kameraden zum Wohnen behagte nicht jedem.

Neben einem kleinen Einblick in die Schießbahnen konnten die Besucher sich an einer Radarstation von den Sicherheitsvorkehrungen des Truppenübungsplatzes ein Bild machen. Mithilfe verschiedener Radarsysteme stellt die Leitung sicher, dass sich bei Scharfschießen keine zivilen Objekte innerhalb der Sicherheitszone befinden. Im weiteren Verlauf der Rundfahrt über den Platz wurde auch die Pipelineübungsanlage der Pioniere besichtigt. Hier entsteht, mitten in Schleswig-Holstein ein detailgetreuer Nachbau des Tanklagers in Masar-e Scharif, um die Soldaten in der Heimat für den Einsatz auszubilden. Wie die Besucher erfuhren, wird innerhalb der Anlage mit echtem Kraftstoffen gearbeitet. Auf der Rückfahrt in die Kaserne zeigte sich die Vielfalt der Landschaft vor der Ostsee.

Nach dem Mittagessen stand ein weiteres Highlight auf dem Programmplan. Wieder verlegte der Verband auf den Übungsplatz. Diesmal auf Schießbahn 6, wo neben einem Scharfschießen mit dem Flugabwehrpanzer in Gepard auch die Firma EADS Drohen, die zur Zieldarstellung dienen, erprobte. Ausführliche Erklärungen zu den Drohen lieferte ein Mitarbeiter von EADS. Die vielen Fragen der Kameraden wurden sachkundig beantwortet. Weiteres Interesse erzeugte ein Halbzug schießender Geparden im Vorfeld der Schießbahn. Während ein Teil der Kameraden die Möglichkeit nutzte, sich weiter bei der Firma EADS oder dem ausgestellten Bergepanzer zu informieren, fuhr der Rest zu den schießenden Panzern, wo sie durch den Leitenden einen Einblick in die Fähigkeiten und Möglichkeiten des Flugabwehrpanzers bekamen.

Der Tag klang mit einer Fährfahrt von Puttgarden nach Dänemark maritim aus. Unser Dank gebührt allen beteiligten Kameraden auf dem Truppenübungsplatz Putlos für die tolle Organisation des Tages.

Bilder der Ausfahrt befinden sich im Fotoalbum dieser Internetseite unter der Adresse: http://www.panzergrenadierbrigade16.de/gallery/v/TraVerb/ausfahrt_putlos_2009/

Zurück

Einen Kommentar schreiben