Bundestag gedenkt getöteter Soldaten

von sku (Kommentare: 0)

Berlin (ddp). Der Bundestag hat am Donnerstag der Opfer des Selbstmordanschlags vom Samstag im nordafghanischen Kundus gedacht. Die drei getöteten Soldaten seien bei der Erfüllung ihres Auftrages gestorben, «den Menschen im geschundenen Afghanistan bessere Lebensbedingungen zu bieten», sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zum Auftakt der Plenartagung in Berlin. Sie sprach im Namen der Bundesregierung den Angehörigen ihr tiefes Mitgefühl aus und wünschte den Verletzten eine baldige Genesung. In Kundus hatte am vergangenen Samstag ein Selbstmordattentäter auf dem belebten Markt eine Bombe gezündet. Drei Mitarbeiter der Wehrverwaltung starben und fünf weitere Soldaten wurden zum Teil schwer verletzt. Der Anschlag riss auch fünf afghanische Zivilisten in den Tod und verletzte acht weitere. Es war der schwerste Anschlag auf deutsche Soldaten am Hindukusch seit 2003. Zugleich versicherte Merkel, auch der feige Anschlag werde Deutschland nicht von seinem Einsatz für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte abbringen. Die Kanzlerin versicherte dem afghanischen Volk: «Deutschland steht an ihrer Seite.» Zuvor hatte Parlamentspräsident Norbert Lammert (CDU) daran erinnert, dass es der Bundestag sei, der über die Auslandseinsätze deutscher Soldaten entscheide. «Wir tragen damit eine besondere Verantwortung», unterstrich Lammert. Doch sei der Auftrag der deutschen Soldaten in Afghanistan nicht Kriegsführung gewesen, sondern der Schutz des gesellschaftlichen Aufbaus nach über zwei Jahrzehnten Krieg und Bürgerkrieg. Daher könne es nur heißen: «Wir verneigen uns vor den Toten». (ddp)

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