Bundeswehrreform in Schleswig-Holstein

von sku (Kommentare: 0)

Der große Verlierer der Stationierungen im Rahmen der Bundeswehrreform vom 26. Oktober 2011 ist Schleswig-Holstein. Der Norden, bislang das Bundesland mit der größten Bundeswehrdichte, verliert mehr als 40 Prozent seiner Dienstposten. Die Zahl sinkt von 26.000 auf 15.300.  

Das Heer ist in Schleswig-Holstein künftig nur noch am Standort EUTIN in Form des Aufklärungsbataillons 6 stationiert, der traditionsreiche Großstandort BOOSTEDT -der letzte im südlichen Teil des Landes- wird bis auf das Munitionsdepot ebenfalls aufgelöst. Damit werden das Instandsetzungsbataillon 166 (ehemals InstBtl 6) und das Logistikbataillon 162 Geschichte. Als einzig großer Gewinner der Reform könnte man JAGEL bezeichnen, wo das Aufklärungsgeschwader 51 um 90 Dienstposten aufwächst und in Deutschland die Komponente der UAV mit dem EUROHAWK beheimaten wird.

Auch das Wehrbereichskommando I in  KIEL wird in die Geschichte eingehen, ebenso die Schill-Kaserne in LÜTJENBURG. Mit dieser Reform verschwinden viele Standorte von der Landkarte, die einst ein festes Standbein zur Zeit des Kalten Krieges waren und Heimat für Truppenteile der 6.Panzergrenadierdivision.

Detaillierte Termine zu Auflösung gibt es noch nicht. Derzeit erstellt das Ministerium die Zeitpläne für die Feinplanung der Reform.

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