Glinde: Start im Depot für neues Wohnviertel

von sku (Kommentare: 0)

Glinde (rsi) - Auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände zwischen Möllner Landstraße und Ohr Weg war es über Jahre ruhig. Seit einigen Monaten ist es mit der Ruhe vorbei. Die LEG Entwicklung GmbH und die Entwicklungsgesellschaft Glinde mbH haben ihre Tätigkeiten aufgenommen. Bulldozer, Radlader und Lkw haben auf dem 36 Hektar großen Gelände die Regie übernommen. Ursprüngliche Wohnkasernen sowie ausgediente Hallen für Bundeswehrgerätschaften und Panzerfahrzeuge werden suksessiv abgerissen. Teile der Straßenbetondecken sind bereits entfernt. Die anfallenden Rohstoffe werden weitgehend einer Wiederverwertung zugeführt. Allein aus den mineralischen Baumaterialien werden 300.000 Tonnen im Tiefbau begehrter Recycling-Stoffe gewonnen, die beispielsweise im Straßenbau bei Baumaßnahmen Verwendung finden. Der gesamte Rückbau des Geländes soll nach ersten Einschätzungen in etwa sieben Monaten abgeschlossen sein.

Am Freitag traf sich Prominenz aus Writschaft und Politik zum ersten Spatenstich auf dem Grundstück des ehemaligen Bundeswehr-Gerätedepots. Un-ter den Gästen: Glindes Bürgermeister Uwe Rehders, Klaus Göttsche, Geschäftsführer der LEG Entwicklung GmbH, Dr. Arne Wulf, Staatssekretär im Finanzministerium Kiel, Klaus Plöger, Landrat vom Kreis Stormarn, sowie Dr. Susanne Will und Hauke Asmussen von der Entwicklungsgesellschaft Glinde mbH.

Vorgestellt wurden geplante Baumaßnahmen und Details zur künftigen Entwicklung des neuen Stadtteils von Glinde. Als Bauträger für Wohnraum wurde das Unternehmen ""Neue Lübecker"" genannt. Auf dem 36 Hektar großen Gelände sollen bis zum Jahr 2013 insgesamt 750 Wohneinheiten entstehen. Die Aufteilung: 350 Miet-Geschoßwohnungen ergänzt durch Eigentums-Wohneinheiten in Form von Reihen-, Doppel- und Einzelhäusern. Darüber hinaus sind einige Stadtvillen in der Planung. Das genutzte Wohngelände wird mit einem Ausmaß von etwa 18 Hektar beziffert. Nach ersten Schätzungen erhöht sich die Zahl der Anwohner in Glinde ab 2013 etwa um 2.000 Mitbürger. Weitere sieben Hektar sind als Einzelhandels-und Gewerbeflächen ausgewiesen. Angedacht sind dabei auch Nutzungen für ein Ärztezentrum, Privatklinik, Sportinternat oder ein Kunst- und Kulturzentrum. Ein Angebot für altersgerechtes und betreutes Wohnen wird ebenfalls anvisiert. Neben den umfangreichen Grün-und Spielflächen soll eine Kindertagesstätte entstehen. Für die angrenzende Schule ist eine Erweiterung geplant. Alle genannten Maßnahmen, so die Planer, sollen dazu beitragen, dass ein familienfreundlicher und damit für junge Familien attraktiver neuer Stadtteil in Glinde entsteht. Das Neubaugebiet ""An der alten Wache"" ist eines des größten und attraktivsten Neubaugebietet in Norddeutschland. Das Investitionsvolumen beträgt für die mit der Realisierung betraute Projektgesellschaft 35 Millionen Euro.

LEG-Geschäftsführer Klaus Göttsche sagte, dass ""bei diesem Projekt die vielfach geforderte Ressourcen schonende Entwicklung von Wohnquartieren auf innerstädtischem Gebiet in geradezu vorbildlicher Weise realisiert"" wird.

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