Großes Interesse am Glinder Depot

von sku (Kommentare: 0)

Glinde (mom) - Die Stadt Glinde lud zum Tag der offenen Tür in das ehemalige Gerätehauptdepot, dem neuen Glinder Ortsteil An der Alten Wache, ein, und viele wollten sich vor Ort über die Zukunft des Geländes informieren. Die Freiwillige Feuerwehr Glinde sorgte mit einem bunten Programm für Kinder und Jugendliche für Unterhaltung sowie für das leibliche Wohl und stellte ihren Fuhrpark aus. Für Musik sorgte der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Hoisdorf.
Bereits 1936 entstand auf dem Gebiet ein Heereszeugamt der deutschen Wehrmacht, das nach dem Zweiten Weltkrieg von der britischen Armee als Lager für zivile Zwecke übernommen wurde. Ab 1969 diente das Gelände der Bundeswehr als Gerätehauptdepot für Material, das als Ausrüstungs- und Verteidigungshilfe von Nato-Staaten benötigt wurde. 130 Personen, überwiegend zivile Angestellte, waren in dem Depot beschäftigt, das schließlich im Dezember 2005 im Zuge der Bundeswehrreform aufgelöst wurde.
Die gesamte Fläche hat eine Größe von etwa 36 Hektar und wurde von der Grundstücksentwicklungs-Gesellschaft "An der Alten Wache GmbH & Co. KG" im vergangenen Jahr erworben. In dem Jahr wurde zwischen der Stadt Glinde und der Projektgesellschaft ein städtebaulicher Vertrag geschlossen, in dem Ziele und Durchführung der Entwicklung festgelegt wurden. Auf dem Areal sollen Einzel-, Doppel- und Reihenhäuser entstehen, aber auch Geschossbauweise ist dort vorgesehen.
Gemäß des städtebaulichen Vertrags werden Glinder Bürger bei der Vergabe von Grundstücken bevorzugt behandelt. Weil das Gelände aber so groß ist, werden auch andere Interessenten aus einem ausreichenden Angebot auswählen können. Die Grundstücksvergabe wird nach Bauformen gegliedert und an einzelne Bauträger abgegeben. Grundstücke für Einzelhäuser und vorrangig auch die für Doppelhäuser werden weitgehend ohne Bindung an Bauträger oder Enderwerber abgegeben. Gespräche über einzelne Grundstücke wurden schon geführt am Tag der offenen Tür, aber weil noch Veränderungen möglich sind, können derzeit noch keine verbindlichen Reservierungen angenommen werden.
Mitarbeiter der Entwicklungsgesellschaft Glinde und der LEG Entwicklung sowie der Neuen Lübecker (NL) standen im alten Lokschuppen den Fragen der zahlreichen interessierten Besucher Rede und Antwort. Glindes Bürgermeister Uwe Rehders erläuterte anhand eines Modells des neuen Wohngebietes die Entwicklungsmöglichkeiten der Stadt. "Ich bin etwas überrascht über die konstruktive Kritik der Bürger, die sich hier informieren wollen, und deren positive Reaktion", so der Bürgermeister.
Zufrieden mit dem Interesse war auch Volker Skroblies, Mitglied des Vorstandes der NL, der die zahlreichen Fragen der Besucher beantwortete. "Besonders die Nachfrage nach großen Wohnungen mit drei und vier Zimmern hat mich etwas überrascht", sagte Skroblies. Weil die Gebäude flexibel geplant sind, kann bei den Genossenschaftswohnungen die Größe der Wohneinheiten auch noch anders als zunächst vorgesehen gestaltet, erklärte er. Denn ursprünglich waren in den Geschossbauten entlang der Möllner Landstraße Wohnungen mit einer Durchschnittsgröße von etwa 65 Quadratmetern vorgesehen. "Genaues lässt sich aber heute noch nicht sagen, dafür ist es noch zu früh", so Skroblies.


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