Hagenower Panzergrenadiere zeigen ihr Können

von sku (Kommentare: 0)

Truppenfahne PzGrenBtl 401 mit Fahnenband MVP
Truppenfahne PzGrenBtl 401 mit Fahnenband MVP

Zu einem großartigen Tag der offenen Tür hatten die Soldaten des Hagenower Panzergrenadierbataillons 401 am 23. Mai geladen. Über 30 Kameraden des Traditionsverbandes der Panzergrenadierbrigade 16 „Herzogtum Lauenburg“ nahmen an dem erlebnisreichen Tag teil.

Ab 10 Uhr öffneten sich die Tore für die Besucher und die Soldaten hatten einiges zu bieten. In der Nähe des Eingangs zur Kaserne befand sich die statische Waffenschau mit aktuellem Gerät, das in der Bundeswehr in gebrauch ist. Vom Spähpanzer Fennek, über den Bergepanzer 2, den Schützenpanzer Marder bis hin zu Fahrzeugen aus dem Einsatz (TPz Fuchs, Eagle) und Gerät zur Versorgung des Bataillons (MAN LKW, OPZ auf MTW 113). Daneben wurden auch die Waffen der Grenadiere ausgestellt.

An den folgenden Informationsständen waren militärisch nah stehende Organisationen, der Karrieretruck der Bundeswehr und ein Infozelt zum neuen Schützenpanzer Puma aufgebaut, mit dem einmal auch das Panzergrenadierbataillon 401 ausgerüstet werden soll und der den bereits 40 Jahre alten Schützenpanzer Marder ablösen soll. Besucher konnten auch einmal testen, wie filigran sie mit einem Kran Gegenstände bewegen können.

Realitätsnah wurden die Besucher an der Station „Leben im Felde“ an die Möglichkeiten herangeführt, wie die Soldaten im Felde leben und sich die Natur zunutze machen. Getarnte Scharfschützen durften die Besucher ebenfalls an einer Station suchen.

Weitere Stationen waren unter anderem der Schießsimulator (G36), das Schießen mit dem G36 auf dem Standortübungsplatz Hagenow, der Nachtsichtmittelparcours und die Präsentation der Panzergrenadiertruppe im Bereich der Hindernisbahn, die den Besuchern das Zusammenwirken von abgesessenen Schützen und dem Mutterschiff der Grenadiere, dem SPz Marder näher brachte.

Absolutes Highlight war sicherlich die sehr gut organisierte (alle Stationen waren gut organisiert, kein Zweifel!)  Station „Fahren mit dem Schützenpanzer“. Mit sieben Fahrzeugen konnten sich die Besucher ein Bild davon machen, wie geländegängig das Fahrzeug ist und wie die Besatzung im Gelände durchgeschüttelt wird. Dabei nutzten die Fahrer auf der knapp viertelstündigen Runde im Panzertrack das Gelände ideal aus. Ein breites Lächeln in den Gesichtern der „Rückkehrer“ machte deutlich, dass die Fahrer ihr Handwerk verstanden.

Ein weiteres Schlaglicht des Tages war das Gelöbnis der zum 1. April angetretenen Rekruten. Das Wetter hielt den ganzen Tag, abgesehen von ein paar wenigen Tropfen. So konnten die Rekruten geloben, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des Deutschen Volkes tapfer zu verteidigen. Der Sprecher der Rekruten, Panzergrenadier Schroeder, ließ keinen Zweifel, dass sich die hier angetretenen Soldaten keine Gedanken um ihren Beruf und dessen Bedeutung gemacht haben. Die hohe Zahl der Verlängerungen der Dienstzeit spräche ein deutliches Zeichen.

Der Höhepunkt des Tages folgte um 18 Uhr. Nach 23 Jahren seines Bestehens bekommt das Panzergrenadierbataillon 401 das Fahnenband des Landes Mecklenburg-Vorpommern verliehen; die höchste Auszeichnung, die das Land vergeben kann. Der Appellplatz war geschmückt mit zwei Großwappen der Panzergrenadierbrigade 16 und vier Truppenfahnen von Verbänden der Brigade 16, die vor nahezu 20 Jahren am 5. Mai 1994 verhüllt wurden. Viele ehemalige Soldaten dieses einstigen Großverbandes fanden nach dessen Auflösung unter anderem in Hagenow eine neue militärische Heimat. Alle ausgestellten Fahnen verfügten über Fahnenbänder, entweder des Landes Schleswig-Holstein oder der Freien und Hansestadt Hamburg; die Fahne des Panzergrenadierbataillons 163 sogar über beide Auszeichnungen.

Der Ministerpräsident Erwin Sellering verlieh das Fahnenband der Truppenfahne, nachdem er in seiner Rede die enge Verbundenheit der Soldaten mit der Region verdeutlichte, die sich in der Tatsache widerspiegelt, dass alle Kompanien des Bataillons eine Patenschaft mit umliegenden Gemeinden pflegen. Er bedankte sich weiterhin für die stete Hilfsbereitschaft der Soldaten, zuletzt bei dem Hochwasser der Elbe im Juni 2013.

Den Abschluss des Tages bildete das gemütliche Biwak.

Der Traditionsverband der Panzergrenadierbrigade 16 „Herzogtum Lauenburg“ dankt Herrn OTL von Block-Schlesier und allen Kameraden des Panzergrenadierbataillons 401 für diesen erlebnisreichen, schönen, super organisierten und unvergesslichen Tag.

Sie finden Bilder der Veranstaltung in Kürze im Fotoalbum.

Zurück

Einen Kommentar schreiben