300 neue Wohnungen an der Sophienterrasse

von sku (Kommentare: 0)

Das Grundstück mit leichter Hanglage an der Sophienterrasse bietet einen Alsterblick vom Feinsten und wird in Zukunft eine der besten Adressen der Stadt werden. Für 500 bis 600 Menschen, die ab 2008 in eine der neu errichteten 300 Wohnungen in Harvestehude einziehen werden.

Die Immobilien-Firma "Frankonia Eurobau AG" hat die ehemalige Standortkommandantur der Bundeswehr an der Sophienterrasse gekauft. Das bestätigte Dr. Wolfgang Conrad (59) vom Frankonia-Vorstand dem Hamburger Abendblatt. Damit ist das Millionen-Poker um das 47 000 Quadratmeter große Filet-Grundstück nach fünf Jahren beendet. "Die hiesige Wohnqualität kann man durchaus mit der in den Elbvororten vergleichen", sagt Eimsbüttels Baudezernent Reinhard Buff.

Die Firma "Frankonia" will Einzelheiten zum Kauf erst in der kommenden Woche bekanntgeben. Immobilien-Insider sprechen von einem Kaufpreis zwischen 35 und 40 Millionen Euro. Ursprünglich war mal von 70 Millionen Euro die Rede gewesen, die der Bund erhält.

Der Käufer hat für das Hamburger Projekt vor sieben Wochen die GmbH "Frankonia Eurobau Investment Sophienterrasse" gegründet. Die Firma, die mit einem Christian-Morgenstern-Zitat wirbt ("Zeige mir, wie du baust, und ich sage dir, wer du bist") ist im Städtebau aktiv.

Als Kernkompetenz gibt die niederrheinische Frankonia den "visionären Städtebau in Verbindung mit Denkmalschutz an historischen Standorten" und die "Reaktivierung und den Neubau ganzer Quartiere" an. In München errichtet Frankonia am Alten Botanischen Garten ein Stadtquartier mit Luxuswohnungen. Es gehört mit einer Investitionssumme von 300 Millionen Euro zu den teuersten Münchens.

Das denkmalgeschützte ehemalige Kommandanturgebäude an der Sophienterrasse bleibt mit weiteren Gebäuden erhalten, ebenso wie der Baumbestand. Das regelt ein Bebauungsplan. Vorgesehen ist dort "allgemeines Wohnen", erklärte Baudezernent Buff. "Das könnten auch Wohnungen für Studenten sein", sagte er. Möglich sei jedoch auch eine Bildungseinrichtung. Schon im kommenden Jahr könnte das Projekt genehmigungsreif sein. Vorher muß die "Frankonia" einen Architekten-Wettbewerb ausschreiben - auch das stehe im Kaufvertrag.

Baudezernent Buff rechnet mit einer Bauzeit von anderthalb Jahren. Die Bundeswehr hat die "Graue Festung" an der Sophienterrasse im vergangenen November verlassen. Die 100 Mitarbeiter sind in die Reichspräsident-Ebert-Kaserne an der Osdorfer Landstraße gezogen.

erschienen am 30. Mai 2006

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