In der Sachsenwaldkaserne sollen Fledermaushotels entstehen

von sku (Kommentare: 0)

""Das ist eine gute Sache"", sagt Fledermausexperte Holger Siemers aus Gudow. Viele der hier vorkommenden Fledermausarten wie die Zwergfledermaus, die Breitflügelfledermaus oder der Abendsegler seien vom Aussterben bedroht und stünden auf der Roten Liste. Angesichts der immer weniger werdenden Versteckmöglichkeiten für den Winter seien derartige Fledermaushotels ein guter Ansatz - auch wenn es möglicherweise Jahre dauern werden, bis die Tiere ihren neuen Unterschlupf annähmen. ""Wichtig ist, dass die Winterquartiere feucht seien und nicht durchfrieren können"", sagt Siemers. Außerdem müsse es ausreichend Versteckmöglichkeiten an den Wänden geben. ""Dazu reicht es wahrscheinlich, ein paar Hohlblocksteine in den alten Bunker zu hängen."" Damit die bedrohten Tiere im Winter nicht gestört werden könnten, muss der Eingang bis auf ein Einflugloch geschlossen werden. Das es auf dem Gelände des ehemaligen Schießplatzes Fledermäuse gebe, sei bekannt. Bis das Hotel als Teil der Ausgleichsmaßnahmen gebaut werden wird, kann es aber noch dauern. Derzeit läuft gerade die Auslegung des neuen Bebauungsplanes. Konkrete Pläne für eine Umsetzung gibt es aber noch nicht. ""Für die Wirtschaftsförderungsgesellschaft ist es wichtig, einen rechtskräftigen Bebauungsplan für das Gebiet zu haben und damit für die Zukunft ausreichend Flächen in der Hinterhand zu haben"", sagt WFL-Geschäftsführer Werner Hesse. So seien im Bereich des derzeitigen Gewerbegebietes nur noch kleinere Flächen vorhanden. ""Dennoch haben wir auch immer wieder Anfragen für größere Projekte"", sagt Hesse. Mit einem rechtskräftigen Bebauungsplan in der Hinterhand könnte die WFL dann konkrete Gewerbeflächen anbieten und diese sogar in einem gewissen Umfang auf die Kundenwünsche zuschneiden. Daher soll mit der Erschließung des Geländes auch erst bei konkreten Ansiedlungen begonnen werden.

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