Oberst Kirsch besucht den Standort Wentorf

von sku (Kommentare: 0)

Am 16. März besuchte der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbandes, Oberst Kirsch die Ortsgruppe "Ehemalige, Reservisten und Hinterbliebene im ehemaligen Standort Wentorf" (ERH) aus Anlass des 45. Jubiläums.  In seiner Eröffnungsrede begrüßte der Vorsitzende, StFw a.D. Hans Jürgen Kuhr die zahlreichen Gäste und übergab anschließend das Wort an StFw a.D. Eugen Kroneberger, der in seinem Vortrag die zahlreichen und bundesweit teils einmaligen Events und Besonderheiten  aus 45 Jahren den Gäste näherbrachte. Mit zahlreichen alten Zeitungsausschnitten, Fotos und Plakaten erinnerten sich die Kameraden der vielen Festivitäten. Seien es die Besichtigungen der Schultheiss Brauerei in Berlin, zahlreiche Kinderfeste, zu denen ein Karussell aus Motorrädern gebaut wurde, Fahrten für die Kinder an den Elbe-Lübeck Kanal oder eben die Gruppe der Ehefrauen der Soldaten, die ebenfalls  viel unternahmen. In der Rede des Vorsitzenden der ERH-Kameradschaft aus Schwerin wurde deutlich, dass hier nach 20 Jahren Mauerfall schon lange ein normaler Umgang gepflegt wird. Im Jahre 1990 halfen die Wentorfer Kameraden beim Aufbau der Schweriner Gruppe, was noch heute durch diese mit großer Dankbarkeit aufgenommen wird. Als Zeichen der Verbundenheit werden jährliche zusammen Unternehmungen gemacht. Auch zeitweilige Aussprüche und Meinungsverschiedenheiten konnten den Zusammenhalt nicht brechen. Die Geschichte, dass es bei einem Besuch der Schweriner Kameraden einmal Probleme bei der Unterbringung des einstigen Kommandeurs der 8 Mot-Schützen Division gab, aber dennoch ein Kamerad einsprang, zeugt von diesem guten Verhältnis.  Sichtlich beeindruckt von der Vielfältigkeit des Ortsverbandes übermittelte Oberst Kirsch seine Glückwünsche und zeichnete drei Mitglieder im DBwV für langjährige Mitgliedschaft aus. Danach nahm der die Gäste mit auf eine Reise durch die aktuellen Einsätze der Bundeswehr, die Schwierigkeiten, die die Truppe derzeit hat und natürlich, dem aktuellen Topp-Thema: Der Luftangriff vom 4. September 2009 in Kunduz von Oberst Klein, der von der Deutschen Presselandschaft pietätlos zerredet wird. Auch hierfür fand der Oberst deutliche Worte. Das Wort "Krieg" existiert im Völkerrecht nicht, sondern wird dort mit dem Konstrukt "nicht-internationaler bewaffneter Konflikt" eingestuft. Ein passenderer Begriff wäre nach Aussage von Kirsch das Wort "Guerilla Krieg". Das die Entscheidung von Oberst Georg Klein, die Tanklaster zu bombardieren, um ein wahrscheinliches Attentat auf die Truppe in und um Kunduz zu verhindern nun an zivilrechtlichen Maßstäben gemessen wird, ist völlig unverständlich. Die gesamte Unsicherheit der Soldaten im Einsatz im Falle des Einsatzes der Schusswaffe ist eine für alle unbefriedigende Situation.   Im Anschluss an die Reden folgte die Neuwahl des Vorstandes der ERH-Wentorf im DBwV. Der Abend klang anschließend mit einem musikalischen Begleitprogramm durch die BIB Band aus. 

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