Schießen in PUTLOS

von sku (Kommentare: 0)

Hallo „alte Kameraden“, 

ich möchte mich erst einmal vorstellen. Mein Name ist Helmut Graubaum und ich war im Jahr 1976 in Wentorf in der 1. Jägerbatallion162 als W15 stationiert. Damals trugen wir das grüne Barett.

Anekdoten könnte ich jeden Tag eine erzählen, denn in diesen Zeitraum waren einige einzigartige Typen in unserer Truppe wie zum Beispiel Stuffz Schepers kurz Schepi genannt.


„Schießübung in Truppenübungsplatz Putlos“

Kalt sonnig und etwas müde gingen wir am dritten Tag zum Gewehrschießen. Hierzu mussten einige Kameraden im Bunker die Scheiben auswerten, was zur ersten großen Diskussion führte, weil ein Stubenkamerad nicht in den Bunker wollte da er dies zu gefährlich empfand wegen der Querschläger.

Das brachte Schepi auf die Palme mit der Folge, dass er und ich in den Bunker gingen. Dort tönte er weiter „Gefährlich, dass ich nicht lache“. Er stand neben mir als es nach ca. 20 Minuten plötzlich zischte, ein Querschläger an uns vorbei flog und im Sand stecken blieb

Totenstille. Ein kreidebleicher leicht zitternder Schepi druckste „Das ist ja lebensgefährlich, ich will hier sofort zurück“. Das hingegen passierte erst in 10 Minuten durch die Ablösung. Bis dahin stand er dicht an die Bunkerwand gepresst und sagte keinen Ton mehr.

Zurück aus dem Bunker war seine Stimme wie durch ein Wunder wieder da. Ein Querschläger zwar, aber das ist harmlos, “Du gehst als nächster in den Bunker“, raunte er meinen Stubenkamerad an und die Diskussion begann von vorne, mit den Ausgang, dass er in den Bunker ging.

Worauf ich zu Schepi sagte: „Geh doch mit, dann braucht er keine Angst zu haben.“ Der Blick von Schepi sagte alles.

Der Abend war gerettet. Schepi gab ein paar Bier aus und der nächste Tag konnte kommen, mit den Uzi-Schießen sowie das Desaster Pistolenschießen. Wenn euch diese Anekdote gefallen hat werde ich später davon berichten

Gruß Gefreiter a.D. Graubaum


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