Soldaten aus Hagenow im Einsatz in Afghanistan

von sku (Kommentare: 0)

„ Die Deutschen Soldaten sind für unseren Auftrag in Afghanistan in jeder Hinsicht gut vorbereitet und ausgerüstet. Wir werden von der örtlichen Bevölkerung und den Stammesältesten akzeptiert. Aber es wird noch einen langen Atem erfordern, bis der Aufbau des Landes so weit fortgeschritten ist, dass die Staatengemeinschaft sich zurückziehen kann“, lautete das Fazit des Vortrages von Oberstleutnant Dirk Faust, Kommandeur des Panzergrenadierbataillons 401 in Hagenow, über den letzten Einsatz seines Verbandes in Kabul. Der Traditionsverband hatte mit dieser Veranstaltung seine sog. Wintervortragsreihe fortgesetzt.

Faust gab einen detaillierten Überblick über die notwendigen Umgliederungen und Ausbildungsabschnitte der Soldaten seines Bataillons auf heimischen Boden, bevor die Verlegung in das Einsatzland erfolgte. Die Zuhörer waren beeindruckt von dem Aufwand, der erforderlich ist, um eine derartige Auslandsmission eines Verbandes hinsichtlich der Ausbildung zu bewerkstelligen. Das Panzergrenadierbataillon 401 war vom November 2007 bis März 2008 im Einsatz und zählt zu den Einheiten mit der größten Auslandserfahrung. Viele Soldaten haben im Zuge der „Rotation“ schon mehrere Einsätze geleistet. Faust: „ Jeder Einsatz ist ein Eintreten in eine völlig andere Welt. Landschaft, Sprache und Kultur sind grundverschieden von der unsrigen. Das Tagesgeschäft wird geprägt durch Patroullienfahrten, Aufbau von Kontrollposten, Präsenz zeigen und enger Zusammenarbeit mit den Soldaten anderer Nationen und der im Aufbau befindlichen afghanischen Armee“.

Zum Einsatzrisiko sagte Faust, dass die Soldaten sich der täglichen Gefahr für Leib und Leben sehr bewusst seien und man dieses letztlich nur durch große Umsicht, Beachtung der geschulten Einsatzgrundsätze und freundschaftliche Kontakte zur Bevölkerung in Grenzen halten könne. Sowohl im Vortrag als auch in sehr bewegenden Fotos und Filmausschnitten wurde deutlich, dass ergänzend zum Auftrag auf die Sorge für die Kinder in der Einsatzregion besonderes Augenmerk gerichtet wird, sei es in der medizinischen Versorgung oder in der Unterstützung mit Spielzeug, Bildungsmaterial und Kleidung, insbesondere Winterbekleidung. Zur Anschauung hatten die Offiziere in der Begleitung von OTL Faust eine kleine Ausstellung von solchen Materialien aufgebaut, die an die Bevölkerung verteilt werden. In diesem humanitären Bereich erfolgt eine Zusammenarbeit der Truppe mit zivilen Hilfsorganisationen.

Der Vorsitzende desTraditionsverbandes Holger Gruhnke bedankte sich bei OTL Dirk Faust für den lebendigen und informativen Vortrag mit dem Wappen des Verbandes, das an die frühere Panzergrenadierbrigade 16 „Herzogtum Lauenburg“ erinnert.

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