Sophienterrasse: Ein neues Viertel für Harvestehude

von sku (Kommentare: 0)

Bis 2010 entstehen hier außerdem 150 Wohnungen, Büros und Tiefgaragenplätze. Streit mit Anliegern beigelegt.

Von Ulrich Gaßdorf

150 Wohneinheiten in Stadthäusern und Villen, rund 6000 Quadratmeter Bürofläche und 550 Tiefgaragenplätze: So soll das rund 44 000 Quadratmeter große Gelände der ehemaligen Standortkommandantur an der Sophienterrasse in Harvestehude bebaut werden. Jetzt haben die Vorarbeiten begonnen: Zahlreiche Bäume wurden gefällt, und gestern startete der Abriss der neun Gebäude auf dem Filetgrundstück mit Alsterblick. Die eigentlichen Bauarbeiten sollen laut Eimsbüttels Baudezernent Reinhard Buff voraussichtlich im August beginnen: "Das Bebauungsplanverfahren ist abgeschlossen. Es gibt auch keine Einwendungen mehr von Bürgern. Wir erwarten in Kürze den Bauantrag der Frankonia Eurobau AG", sagte Buff.

In das ehemalige, unter Denkmalschutz stehende Kommandanturgebäude an der Sophienterrasse soll ein Fünf-Sterne-Hotel mit Gästehaus einziehen. Außerdem sind dort Luxuswohnungen geplant. Wie berichtet, hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder Streit zwischen der Bürgerinitiative (BI) Sophienterrasse, Bezirkspolitikern und der Frankonia Eurobau AG gegeben. Dabei ging es vor allem um die Größe des geplanten Hotels und die Verkehrsführung. Im Oktober vergangenen Jahres kam es zur Einigung. So sollen die Tiefgaragen unterhalb des Geländes miteinander verbunden werden und die Zufahrt fast ausschließlich über den Harvestehuder Weg und den Mittelweg erfolgen, statt wie ursprünglich geplant über die Sophienterrasse und den Alsterkamp: "Für die dortigen Anwohner wird es kaum zu einer zusätzlichen Verkehrsbelastung kommen", so Buff. Das Hotel soll laut Buff nicht mehr als 60 Zimmer haben dürfen.

Für Michael Westenberger, CDU-Fraktionschef in der Bezirksversammlung Eimsbüttel, steht fest: "Sieben Jahre lang haben Bezirk, Politik und Anwohner für dieses Konzept gestritten. Wir freuen uns, dass der Investor die Vorstellungen aus der Anwohnerschaft aufgenommen hat und den ehemaligen Bundeswehrstandort so schonend wie möglich bebauen wird."

erschienen am 14. März 2008

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