Wentorfer Lohe geht an die Stiftung Naturschutz

von sku (Kommentare: 0)

Ab dem ersten Quartal 2011 wird die Wentorfer Lohe in das Nationale Naturerbe der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen. Abholzaktion, wie sie im Winter 2007/2008 durchgeführt wurden, gehören damit der Vergangenheit an. Doch ist die Freude mit Vorsicht zu genießen.

Im Gelände werden Unmengen von Hunden auch fern ab der Wege durchs Unterholz ausgeführt, der Wildbestand ist faktisch nicht mehr vorhanden und auch sonstige Ordnung ist auf dem Areal nicht mehr zu finden. Durch ungeklärte Zuständigkeiten sieht sich weder die örtliche Polizei noch der Jagdausübungsberechtigte handlungs- und weisungsbefugt. 

Als Ziel wird in einer Pressemeldung, die unter proplanta.de zu finden ist, erklärt: "Die Bundesrepublik Deutschland will mit dem Nationalen Naturerbe die besondere Naturausstattung der Wentorfer Lohe für zukünftige Generationen bewahren, zugleich soll das Naherholungsgebiet aber auch in Teilen weiterentwickelt werden."

Weiter heißt es: "Bereits im Jahre 1999 wurde aufgrund der hohen Naturschutzwertigkeit der Flächen eine Ankaufempfehlung für Zwecke des Naturschutzes ausgesprochen, dabei eine grundsätzliche Beibehaltung der Anteile von Wald und Offenland befürwortet und vorrangig Maßnahmen zum naturnahen Waldumbau sowie zur Renaturierung der Gewässer und Heidereste empfohlen."

Warten wir ab, ob der Besucherandrang noch Flächen zur Renaturierung zulässt.

Die Wentorfer Lohe war bis zum Jahre 1997 ein Standortübungsplatz der Bundeswehr. Eigentlich geschaffen für die in Wentorf und Elmenhorst bei Schwarzenbek stationierte Panzergrenadierbrigade 16, wurde der Platz nach Auflösung der Garnison noch kurzweilig von in Hamburg und Umgebung stationierten Einheiten genutzt. Hierfür wurde der Standortübungsplatz Höltigbaum aufgegeben. Dort ist inzwischen auch ein Stiftungsland entstanden. Entgegen anders lautender Gerüchte war die Wentorfer Lohe nicht durch die Wehrmacht genutzt. Die Bundeswehr begann erst 1960 mit dem Wiedereinzug in die Wentorfer Kasernen die dort ansässigen Bauern zu enteignen.

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